Die Weiterbildung Homöopathie

Auszug aus der Weiterbildungsordnung (WBO)
der Landesärztekammer Baden-Württemberg
Stand 2008

Definition:

Die Zusatzweiterbildung Homöopathie umfasst in Ergänzung zu einer Facharztkompetenz die konservative Behandlung mit homöopathischen Arzneimitteln, die aufgrund individueller Krankheitszeichen als Einzelmittel nach dem Ähnlichkeitsprinzip angewendet werden.

Weiterbildungsziel:

Ziel der Zusatzweiterbildung ist die Erlangung der fachlichen Kompetenz in Homöopathie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses. Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung: Facharztanerkennung

Weiterbildungszeit:

  • 6 Monate Weiterbildung bei einem Weiterbildungsbefugten gemäß § 5 Abs. 1 Satz 2 oder auch ersetzbar durch 100 Stunden Fallseminare einschließlich Supervision
  • 160 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Homöopathie
  • 4 Kurse von einer Woche Dauer mit je 40 Stunden: A-D Kurse (der 3-Monatskurs inAugsburg bietet das gesamte Programm der A-F Kurse und ist somit als vollständiger Theorieteil der Weiterbildung anerkannt). Die Reihenfolge des Kurse A-B-C-D sollte unbedingt eingehalten werden, weil sie inhaltlich aufeinander aufbauen.

Weiterbildungsinhalt:

Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in

  • dem Therapieansatz der Homöopathie
  • der Herstellung, Prüfung und Wirkung homöopathischer Arzneimittel
  • der homöopathischen Lehre der akuten und chronischen Krankheiten und ihrer spezifischen homöopathischen Behandlung
  • der individuellen Arzneimittelwahl nach dem Ähnlichkeitsprinzip
  • der strukturierten homöopathischen Erstanamnese und Folgeanamnesen
  • der Indikationsstellung, der Durchführung und den Grenzen homöopathischer Behandlung
  • der Fallanalyse akuter und chronischer homöopathischer Behandlungsfälle mit wahlanzeigenden Symptomen, Repertorisation und Differentialdiagnose unter Zuhilfenahme verschiedener Repertorien und Arzneimittellehren
  • der Verlaufsanalyse akuter und chronischer Krankheitsfälle einschließlich Bewertung der Reaktion und Begründung für einen Wechsel des Mittels oder der Potenz
  • der Dosierungslehre: Potenzwahl, Potenzhöhe, Repetition in Abhängigkeit vom Fallverlauf

WBO vom 1.10.04Sie können hier die komplette WBO einsehen /downloaden